Sozialversicherungen und Steuern

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

Nachfolgend finden Sie Antworten zu den am häufigsten gestellten Fragen. Für alle weiteren Fragen bitten wir Sie uns zu kontaktieren.

Kosten

Auf unserer Internetseite www.cheque-emploi-fribourg.ch finden Sie den Onlinerechner, mit welchem Sie die Kosten berechnen können. Die Kosten hängen von der Höhe des vereinbarten Nettolohns, der Anzahl Arbeitsstunden sowie vom Alter des Arbeitnehmers ab.

Die Akontozahlung ist eine Anzahlung auf die geschätzten Sozialversicherungsbeiträge, welche Sie für Ihren Arbeitnehmer in den nächsten sechs Monaten bezahlen müssen. Die Differenz zwischen der geleisteten Anzahlung und den tatsächlich erfassten Löhnen wird auf die nächste Akontorechnung übertragen.

Bitte konsultieren Sie die Tabelle mit den Sozialversicherungsbeiträgen des laufenden Jahres.

Im Sinne von Art. 360a des Schweizerischen Obligationenrechts (OR) und der Verordnung über den Normalarbeitsvertrag der Hauswirtschaft (link) ist für Arbeiten in der Hauswirtschaft ein Mindestlohn von CHF 20.55 brutto pro Stunde vorgegeben. Der Service Check muss diese Vorgaben einhalten, welche auch durch das Amt für den Arbeitsmarkt unterstützt werden, und kann keine Beitritte annehmen, die diesen Vorgaben nicht entsprechen. Der aktuelle Mindestnettolohn für Haushaltsarbeiten welche durch den Service Check deklariert werden sollen beläuft sich auf CHF 19.30/Stunde um die Einhaltung der geltenden Richtlinien gewährleisten zu können.

Nein, das aktuelle Steuersystem erlaubt keine Abzüge für die Beschäftigung einer Person für Hausarbeiten durch einen privaten Haushalt. Andererseits sind die Kosten für die Kinderbetreuung oder Betreuung von Menschen mit Behinderungen unter bestimmten Voraussetzungen abzugsfähig (siehe Wegleitung Steuererklärung).

Private Haushalte, die nicht deklarierte Arbeitnehmer beschäftigen, unterliegen Sanktionen: Geldbussen, rückwirkende Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile) für bis zu 5 Jahre zuzüglich Verzugszinsen. Im Falle eines Arbeitsunfalls des Arbeitnehmers hat der Arbeitgeber alle medizinischen Kosten zu tragen.

Quellensteuer

Sämtliche ausländische Personen, welche nicht über eine Aufenthaltsbewilligung C verfügen. Es gibt bestimmte Ausnahmen für verheiratete Personen mit Aufenthaltsbewilligung B.

Ja, am Ende jedes Kalenderjahres. Dieser Antrag ist von der angestellten Person direkt an die Steuerverwaltung, Abteilung Quellensteuer, zu richten.

Die Höhe des Nettogehaltes, abzüglich Steuern, ist auf den Anstellungsbedingungen aufgeführt.

Diese Information muss dem Service Check schnellstmöglich mitgeteilt werden, damit die Daten des Arbeitnehmers aktualisiert werden können. Der Service Check sendet dem Arbeitgeber die neuen Anstellungsbedingungen und bestätigt den neuen Nettolohn, welcher dem Arbeitnehmer ohne Quellensteuerabzug zu bezahlen ist.

Arbeitslosigkeit

Der Arbeitgeber informiert den Service Check schnellstmöglich unter Angabe des Namen/Ortes der betreffenden Arbeitslosenkasse und verpflichtet sich, die Stundenmeldungen seines Angestellten jeweils so schnell als möglich zu Beginn des Folgemonats bekannt zu geben. Der Service Check sendet die Bescheinigung über den Zwischenverdienst anschliessend direkt an die Arbeitslosenkasse. Der Arbeitnehmer erhält von der Arbeitslosenkasse kein Taggeld solange der Zwischenverdienst nicht deklariert ist.

Der Arbeitgeber informiert den Service Check der für das Ausfüllen des Dokumentes und die Übermittlung an die Arbeitslosenkasse verantwortlich ist.

Familienzulagen

Der Anspruch auf Familienzulagen ist abhängig von einem minimalen Monats-/Jahreslohnes welcher von der Ausgleichskasse festgelegt wird. Der Arbeitnehmer muss sich direkt an den Service Check wenden, um den Antrag auf Familienzulagen zu stellen.

Mutterschaft

Abwesenheiten vor der Geburt mit ärztlichem Attest werden wie krankheitsbedingte Abwesenheiten behandelt (siehe unter Krankheit).

Nein, während der Schwangerschaft und 16 Wochen nach der Geburt gilt ein Kündigungsverbot.

Ja, die Arbeitnehmerin kann ab dem Tag der Geburt von einem 14 wöchigen Mutterschaftsurlaub sowie von Mutterschaftszulagen in der Höhe von 80% des durchschnittlichen Bruttogehalts profitieren. Diese Zulagen werden direkt von der Ausgleichskasse an die Begünstigte gezahlt.

Nein, die Arbeitnehmerin erhält eine Mutterschaftsentschädigung direkt von der Ausgleichskasse. Der Arbeitgeber hat daher während 14 Wochen keinen Lohn zu bezahlen.

Nein, die Arbeitnehmerin darf während 14 Wochen nach der Geburt nicht arbeiten. Entscheidet sie sich für die Rückkehr an den Arbeitsplatz, erlischt das Recht auf die Mutterschaftsentschädigung.

Sobald das Kind geboren ist, verlangt die Angestellte (oder der Arbeitgeber) beim Service Check den Antrag auf die Mutterschaftsentschädigung, welche mit der Geburtsurkunde direkt an die Ausgleichskasse gesendet wird.

Ja, senden Sie uns dazu einfach ein Beitrittsformular mit den Angaben der eingestellten Ersatzperson für den gewünschten Vertretungszeitraum.

Krankheit

Ja, ab dem 1. Januar 2019, auf Wunsch des Arbeitgebers. Diese Versicherung ist optional.

Ja, das Gesetz verlangt die Lohnfortzahlung. Die Dauer der Lohnfortzahlung ist an die Dauer des Arbeitsverhältnisses gebunden.

Basis bildet die Berner Skala, basierend auf der Dauer des Arbeitsverhältnisses:
Im 1. Jahr : 3 Wochen
Während des 2. Jahres : 1 Monat
Während des 3. und 4. Jahres : 2 Monate
Während des 5. bis 9. Jahres : 3 Monate
Während des 10. bis 14. Jahres : 4 Monate
Während des 15. bis 19. Jahres : 5 Monate
Ab dem 20. Jahr : 6 Monate

Der zu zahlende Betrag wird nach den Anstellungsbedingungen oder, im Falle eines variablen Lohnes, nach dem Durchschnitt der letzten Löhne berechnet.

Unfälle

Es handelt sich um einen Arbeitsunfall, Ihr Angestellter ist automatisch über den Service Check versichert. Der Unfall ist so schnell wie möglich dem Service Check zu melden, damit die Unfallmeldung erstellt werden kann.

Nicht-berufsunfälle sind nur bei Arbeitnehmern, die mindestens 8 Stunden pro Woche beim gleichen Arbeitgeber arbeiten versichert. Der Unfall ist in jedem Fall dem Service Check zu melden.

Nein. Bei Arbeitsunfällen erhält der Angestellte direkt von der Unfallversicherung ein Taggeld. Bei Nicht-berufsunfällen erhalten nur Arbeitnehmer welche mehr als 8 Stunden beim selben Arbeitgeber arbeiten ein Taggeld.

Ferien

Ohne anderslautenden schriftlichen Arbeitsvertrag geltend die nachfolgenden Bestimmungen des im Kanton Freiburg geltenden Musterarbeitsvertrages:

  •  4 Wochen zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr;
  •  5 Wochen bis zum Alter von 20 Jahren;
  •  5 Wochen nach dem 20. Dienstjahr;
  •  5 Wochen nach Erreichen des Alters von 50 Jahren und 3 Jahren Tätigkeit beim gleichen Arbeitgeber.

Die Ferien sind im Stundenlohn enthalten (8,33% bei 4 Wochen Ferien und 10.64% bei 5 Wochen Ferien). Während den Ferien des Arbeitnehmers zahlt der Arbeitgeber somit keinen Lohn, meldet die Ferien jedoch dem Service Check.

Kündigung - Vertragsende

Es kommen die Kündigungsfristen gemäss OR Art. 335ff zur Anwendung:

Während des ersten Dienstjahres : 1 Monat auf das Ende eines Monats
Vom 2. bis 9. Dienstjahr : 2 Monate auf das Ende eines Monats
Ab dem 10. Dienstjahr : 3 Monate auf das Ende eines Monats

Wer hat gekündigt? Wann ? Für welches Datum ? Der Service Check benötigt diese Informationen um Anfragen von der Arbeitslosen- oder anderen Sozialversicherungen beantworten zu können.

Der Arbeitnehmer ist während der Dauer der Arbeitsverhinderung für eine bestimmte Zeit (Sperrfrist) vor Kündigung geschützt. Eine solche Sperrfrist gibt es jedoch erst nach Ablauf der Probezeit.

Das Gesetz (Art. 336c OR) sieht folgende Sperrfristen vor:
im 1. Dienstjahr: 30 Tage,
im 2. bis und mit dem 5. Dienstjahr: 90 Tage,
ab dem 6. Dienstjahr: 180 Tage.

In diesem Fall wird die Kündigungsfrist ausgesetzt. Sie läuft nach Wiedererlangen der Arbeitsfähigkeit des Arbeitnehmers oder am Ende der maximalen Sperrfrist weiter.